art lab: „COexistenz“ Osramhöfe Berlin

„COexistenz“  – Wechselausstellungen im Up!Side-Room mit dem Collectors Club Berlin von Jana M. Noritsch und den Künstlern Matthias Moseke & Mathias Pelda

Osram-Höfe Berlin: TUECHTIG – europaweit der erste inklusive Coworking-Space,
Oudenarder Straße 16, Berlin 13347 (c/o Kopf, Hand und Fuss zeigt ausgewählte Werke von Matthias Moseke & Mathias Pelda (Ausstellungsportfolio: http://bit.ly/2sn8pAI)
Mehr: http://tuechtig-berlin.de/ueber-uns/art-lab/

Eines der wichtigsten Prinzipien ist: “Miteinander statt Füreinander”. Hier arbeiten Menschen aus verschiedenen Bereichen, in unterschiedliche Richtungen wachsend, mit jeglicher Ausgangslage. Sei es Burnout oder Blindheit, Flucht- oder Migrationshintergrund, Gehörlosigkeit oder Freelancer in der Isolation. Wir alle haben Barrieren, Einschränkungen oder Hemmungen. „Tuechtig“ bietet Raum, diesen zu begegnen, sie anzuerkennen und gemeinsam so weit wie möglich abzubauen. Unterstützt wird das Team projektbezogen von unterschiedlichen Förderfonds und Stiftungen. Die Bereiche Kultur und Kunst werden betreut von Genia Börner-Hoffmann. Gemeinsam mit Jana M. Noritsch, Gründerin des Collectors Club Berlin, einem kreativen Netzwerk bestehend aus privaten Kunstsammlern, hat sie eine erste Ausstellung für den Coworking-Space konzipiert.

Portfolio MosekePelda TuechtigOsram CCB2

Zu sehen sind hier Werke zweier Maler, die seit langem gemeinsam arbeiten: Matthias Moseke & Mathias Pelda. In der Kunst sind sie ein bemerkenswertes Beispiel für künstlerisches Coworking: die Zusammenarbeit von zwei unabhängigen Künstlern, die Projekte bewusst integrativ angehen. Nicht nur im Sinne von gemeinschaftlichem Wirken auf Business-Ebene, sondern auch im inhaltlichen und malerischen Dialog. Dies bedeutet sehr oft, flexibel aufeinander einzugehen und Prozesse miteinander denken wollen. Wie dem Ausstellungsportfolio zu entnehmen ist, stehen sie darüber hinaus gemeinsam an einer Staffelei.

Kuratorisch betrachtet hätte die Werkauswahl kaum besser getroffen werden können: der Spirit von Moseke & Pelda, ihre Kompositionen und das Farbklima unterstützen die alle-Sinne-ansprechende, kooperationsstiftende Atmosphäre bei „Tuechtig“. Durch verschiedene interdisziplinäre Kunstprojekte, bei denen u.a. Malerei, Musik und Tanz gegenseitige Interpretationen erfahren, aber auch unterschiedlichste Herangehensweisen von Sammlern, beschäftigt Jana M. Noritsch seit längerem die Frage nach den Sinnen und wie menschliche Erkenntnis, zum Beispiel die Resonanz von Kunst in uns, funktioniert? Gibt es eine natürliche, unvermeidliche Beziehung der Sinne zueinander? Oder werden die Beziehungen der unterschiedlichen Sinne zueinander erlernt? Bei dieser Frage, die bereits William Molyneux anhand von Blindheit/Sehen und Tastsinn in den Raum gestellt hatte, wird seit anno 1688 untersucht, inwieweit wir Dinge physisch mit unseren Sinnen voneinander getrennt wahrnehmen und erst durch Erfahrungen verknüpfen – oder ob menschliche Erkenntnis anders funktioniert… Inwieweit sind wir offen für ganz intuitiv propriozeptive und sich gegenseitig befruchtende Prozesse des Wahrnehmungsaustauschs? Wie frei sind wir? Portfolio MosekePelda TuechtigOsram CCB3Wann hören wir eher zu oder wollen unbedingt sehen oder tasten? Ein aktuelles Projekt, das dazu interdisziplinäre Erfahrungsräume aufmacht und multimodale Perzeptionsmöglichkeiten gibt, präsentiert der CCB noch bis zum 18. Juni 2017 (Finissage 18Uhr) im Palais am Festungsgraben: „Puls – pulse – pulsa!“. Eine weitere Ausstellung, die gesellschaftskritisch unsere „Toten Winkel“, die eigene Blindheit eines jeden, thematisiert, zeigt im Mai Grafiken von Juana Anzellini in Venedig. „Jeder Mensch ist in seinem Bereich Profi, aber die Lust, am Leben mitzuwirken, aus Kategorien oder instrumentalisierten Grenzen herauszutreten, den Sinnen Freiheit zu schenken und sich intuitiv auf andere – sei es bspw. mittels Kunst – einzulassen, ist sehr selten! Allein die Achtsamkeit darauf zu lenken und einfach die eigenen „blind spots“ zu akzeptieren, wäre schon ein wichtiger Schritt in Richtung eigene und gesellschaftliche Gesundung – am besten miteinander.“ (J. M. Noritsch)

Kontakte:

Tuechtig: Genia Börner-Hoffmann, Stefanie Trzecinski, Oudenarder Straße 16 (Osram-Höfe) in Berlin 13347 (nach Anmeldung)

Bilder: Mathias Pelda/Matthias Moseke: moseke-pelda.de

in Kooperation mit dem Collectors Club www.collectorsclub.berlin

Portfolio MosekePelda TuechtigOsram CCB12web

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]dedicated collectors

We discover relevant perspectives, merits, editorial keynotes and artists' expositions we do look upon favorably. We work within the fields of art concepts, critics, texts about artworks and expositions, and we stand for independent press in the art market and mainly support the visions of artists and the interests of collectors. That is the reason we called us ]dedicated collectors. Here you can find insides from behind the scenes, news about important researches, recommendations where to go and a critic view of several processes we recognized in arty contexts or changes of attitudes/behaviour. In cooperation with the Collectors Club in Berlin we created the collectors' circle: We always carry most about the collectors’ and artists' connection. art concepts & pr | critics | collectors’ and artists' connection | corporate art, purchasing, Salons and exhibitions. Proudly supported by www.collectorsclub.berlin/kommunikation

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