]HIDE-AND-SEEK. Abwesenheit, Unsichtbarkeit und zeitgenössische Praktiken der Kunst (Konferenz in Krakow)

VERSTECK SPIEL. Abwesenheit, Unsichtbarkeit und zeitgenössische Praktiken der Kunst. Akademische Konferenz in der Bunkier Sztuki Galerie für zeitgenössische Kunst (Krakau, Polen) Konferenzsprachen: Englisch und Polnisch.
Die internationale Konferenz, die von der Bunkier Sztuki Galerie für Zeitgenössische Kunst in Zusammenarbeit mit der Kunst-Fakultät der Pädagogischen Universität in Krakau organisiert wird, befasst sich mit der Unsichtbarkeit zeitgenössischer Kunstpraktiken in einem weit verstandenen öffentlichen Raum, dem städtischen und ländlichen Raum, dem Internet sowie Museen und Galerien, öffentlichen Sammlungen zeitgenössischer Kunst, Kunstfestivals und anderen Veranstaltungen. Die Organisatoren wollen jene künstlerischen und institutionellen Praktiken untersuchen, die soziale Wirksamkeit und Präsenz anstreben, deren weniger auffällige Existenz jedoch nicht als Misserfolg gilt.

Hier interessieren diese Ansätze ebenso wie individuelle und kollektive Bemühungen, die das allgegenwärtige Streben nach Sichtbarkeit in Frage stellen. Diese Einstellung kann sich in der Negation des Marktes und der Konzeption von Kunst als Ware oder in der Entlassung von Galerien und Museen manifestieren. Es kann aber auch in der Haltung des Künstlers zum Ausdruck kommen, dass er authentisch erschöpft und von Ruhm und Anerkennung distanziert ist, obwohl er ein erfolgreicher Spieler in der Welt der High-Budget-Aufträge und Kunstfestivals im öffentlichen Raum ist. Es interessieren sowohl die absichtlich orchestrierten Gesten des Verschwindens (Lee Lozano und Sam Hsieh, Lucim Gruppe und Jacek Kryszkowski in Polen) als auch die „dunkle Materie“ der Kunst – diese Gruppe zahlloser und anonymer „Dogsbodies“ der Kultur.

Darüber hinaus möchten wir ähnliche Aspekte berücksichtigen, die im Bereich der Kunstausstellungen vorhanden sind. Wir sind an Initiativen interessiert, die in diesem Bereich unternommen werden, sowie an Versuchen, uns davon zurückzuziehen, wie die jüngste Biennale de Paris zeigt, die eine Alternative zu den „zyklischen“ Kunstfestivals darstellt. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Präsenz von Werken vergänglicher und entmaterialisierter Natur in öffentlichen Kunstsammlungen. In diesem Zusammenhang möchten wir institutionelle Mechanismen untersuchen, die es ermöglichen, solche Projekte in permanente Sammlungen aufzunehmen. Wir möchten die oft unbemerkten Arbeiten von Kuratoren und völlig unsichtbare Konservierungspraktiken hervorheben.Während der Konferenz soll geprüft werden, ob all diese Praktiken nur einen Ersatz für eine „echte“, institutionalisierte und kommodifizierte Kultur bieten können. Oder, im Gegenteil, in der von Medien dominierten Welt, in der jeder wirklich sichtbar ist und Andy Warhols 15-Minuten-Ruhm so viel mehr ist als nur ein Ausdruck, können Bemühungen, sichtbar zu sein und materielle Beständigkeit zu bewahren, als weitgehend anachronistisch angesehen werden, wenn die wertvollsten Eigenschaften Anonymität und Vergänglichkeit sind? Oder, vielleicht, ist dies nur ein anderes Spiel und eine andere Strategie, um – genau wie Banksy – die Kunstwelt das Geschäft durch die Hintertür betreten zu lassen? Es wird versucht, diese Fragen in zwei thematischen Blöcken zu beantworten, in die die Konferenz unterteilt wird (jeweils ein Hauptredner): 1. Sława Harasymowicz (Universität für die bildenden Künste, Canterbury, Central Saint Martins, London) 2. Małgorzata Bogdańska (Zachęta – Nationalgalerie für Kunst, Warschau). Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler aus den Bereichen bildende Kunst, Kunstgeschichte und -theorie, Soziologie, Philosophie, Kulturwissenschaften und andere sowie Medienwissenschaftler, Künstler und Kuratoren. Wir begrüßen Vorschläge, die sich auf eines der beiden wichtigsten Interessengebiete beziehen: 1. Kunstpraktiken / kuratorische Praktiken und die Frage der Sichtbarkeit 2. Institutionen und das Problem der Abwesenheit / Unsichtbarkeit von Kunstwerken. Ausgewählte Konferenzbeiträge werden der wissenschaftlichen Zeitschrift „Annales Universitatis Paedagogicae Cracoviensis. Studia de Arte et Educatione“ vorgelegt. Vorschläge für 20-minütige Artikel, zusammen mit den Abstracts (bis zu 1500 Zeichen) und der biographischen Notiz zum Autor, sollten bis zum 18. Februar 2018 an hideandseek@bunkier.art.pl eingereicht werden. Die Annahmeerklärung wird bis zum 25. Februar 2018 per E-Mail zugesendet. Konferenzgebühr für Teilnehmer beträgt 30 EUR / 120 PLN. (English/Polish version//Original-Quelle: http://bunkier.art.pl/?blog=hide-and-seek-absence-invisibility-and-contemporary-art-practices)

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