]auction: von Rembrandt H. van Rijn bis Max W. Roman, +2500. Germany, April 19th till 21st, preview starts April 9th

Das Allgäuer Auktionshaus kündigt seine Frühjahrs-Auktion an: Vom 19. bis 21. April werden über 2500 Objekte aus verschiedenen Jahrhunderten im Auktionshaus Kühling zur Versteigerung angeboten. Zur Vorbesichtigung der Objekte lädt das Allgäuer Auktionshaus Kühling vom 9. bis 18. April 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr (auch sonntags) und eingeschränkt an den Auktionstagen ab 10 Uhr in die Königstraße 17 in Kempten ein.

Die Rubrik der Gemälde bietet ein breites Angebot interessanter Arbeiten aus mehreren Jahrhunderten. Hier besticht, ebenso durch ihre Größe wie die Qualität der Darstellung, eine dem Augsburger Barockmaler Johann Georg Bergmüller (1688 – 1762) zugeschriebene Arbeit. Das ovale Bild „Szene aus dem Leben der Heiligen Monika“ (Öl/Lwd, doubl., 184 x 117 cm) wird mit einem Limitpreis von 7.000 € aufgerufen.
Die Münchener Schule ist mit mehreren namhaften Künstlern vertreten. Darunter befinden sich gleich drei Gemälde von Karl Stuhlmüller (1859 – 1930) u.a. mit der sehr gefragten Darstellung eines winterlichen Viehmarktes in Dachau (14,5 x 32,5 cm, Öl/Lwd). Das Gemälde kann zu dem Startpreis von 2.000 € ersteigert werden. Ein Gemälde von Otto Gebler (1838 – 1917) zeigt eine Hirtin mit Schafherde an einem Weiher (Öl/Holz, 21,5 x 29,5 cm) und kommt mit 3.900 € in die Auktion. Ein typisches Beispiel der Genremalerei des 19. Jh. ist das Gemälde „Jagdstube mit Jäger und Hunden“ (Öl/Holz, 42,5 x 52 cm) von Adolf Eberle (1843 – 1914). Der Limitpreis beträgt 4.800 €. Josef Wenglein (1845 – 1919) ist mit einer großformatigen Arbeit (108,5 x 156 cm) mit dem Titel „Gewitterlandschaft mit Kühen an einem Gewässer“ vertreten. Das Gemälde kann zum Limitpreis von 3.800 € erstanden werden. Auch eine Gouache von Edward Cucuel (1875 – 1951) „Picknick im Park“ (35 x 40 cm) wird in der Auktion zum Startpreis von 3.000 € aufgerufen. Für diese Arbeit liegt eine Echtheitsbestätigung von Helmut Krause vor.
Großformatige Landschaftsgemälde u.a von Emil Theodor Richter (1801 – 1878), „Blick wohl auf die Kanisfluh im Bregenzerwald“ (Öl/Lwd, 84 x 120 cm) und dem Karlsruher Maler Max Wilhelm Roman (1849 – 1910), „Engelberg – Schweiz“, (Öl/Lwd, 105 x 144 cm) werden mit 6.000 €, bzw. 1.500 € angeboten. Der Landschaftsmaler und Lithograf Max Wilhelm Roman ging 1871 zusammen mit Emil Lugo, dessen Schüler er war, auf Studienreisen nach Italien. Bei Rom malte er 1872 die Landschaft Olevano Romano auf dem Monte Celeste. Die Gegend war Mitte des 19. Jahrhunderts Ziel zahlreicher europäischer Maler. Viele weitere Reisen in den Süden Europas, insbesondere nach Italien, folgten in seinem Leben. 1873 zurück in Deutschland studierte Max Roman von 1874 bis 1883 in Karlsruhe an der Großherzoglich Badischen Kunstschule und war Schüler von Hans Fredrik Gude, Eugen Bracht und Gustav Schönleber. Hier traf er in dieser Zeit auch auf Carl Coven Schirm. Während dieser ab 1875 mit Eugen Bracht in die Lüneburger Heide reiste, durchwanderte Max Roman mit seinem jüngeren Bruder Victor Roman (1841–1916), welcher Zeichenlehrer an den Bender’schen Lehranstalten in Weinheim war, oftmals den Schwarzwald. Die dabei gesammelten Eindrücke von Höfen, Dörfern und den Landschaften fanden ihren Niederschlag in Romans vielen Bildwerken. Das Gutachtal mit der Gutacher Malerkolonie war eines der Ziele. Sein Bild „Steinadeshof“ entstand hier. 1886 trat Roman eine Lehrerstelle an der im Oktober 1885 gegründeten Malerinnenschule in Karlsruhe an, und übernahm ab 1895 die Leitung dieser Kunstschule. 1891 heiratete er die Malerin und Grafikerin Käthe Roman-Försterling (* 1871) aus Dresden, Tochter des Malers Otto Försterling.[7] Sie arbeitete als Buchschmuckkünstlerin und Keramikerin, hatte in Karlsruhe studiert, und unterrichtete Blumenmalerei an der „Malerinnenschule“ und war auch an der Karlsruher Kunstgewerbeschule tätig.

Von dem Berliner Maler Eduard Hildebrandt (1818 – 1869) stammen zwei Gemälde mit Teilansichten von Kairo (je Öl/Lwd, 53 x 43 cm). Beide Bilder kommen zusammen für den Startpreis von 1.200 € in die Auktion.
Die Düsseldorfer Schule ist mit einem typischen Gemälde von Julius Paul Junghans (1876 – 1958) vertreten. Das Bild „Rastende Hirtin mit Ziegen“ (106 x 160 cm, Öl/Lwd) kann zum Limitpreis von 2.200 € ersteigert werden.

In der Kategorie der altmeisterlichen Graphik befinden sich zwei besonders namhafte Künstler. Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606 – 1669) ist mit zwei Radierungen in der Auktion vertreten. Ein für Rembrandt typisches und häufig gebrauchtes Motiv war die Darstellung bärtiger Männer, vorzugsweise in orientalische Gewänder gekleidet. Das Bild „Bärtiger Mann mit Samtkappe“ (Blatt 9,7 x 8,5 cm) kann für den Limitpreis von 1.800 € erstanden werden. Ein weiteres beliebtes Sujet Rembrandts waren biblische Motive, wie „Die Verkündigung an die Hirten“ (Blatt 26,6 x 22 cm) bezeugt. Diese Graphik wird mit € 800 aufgerufen.
Als Zeitgenosse Rembrandts ist der ebenfalls niederländische Künstler Jan van de Velde II (1593 – 1641) zu nennen. Seine Radierung „Hexensabbat“ (21,5 x 29 cm) wird mit dem Startpreis von 400 € angeboten.

Aus den unterschiedlichen Rubriken und Kategorien wie Gemälde, Graphiken, Zeichnungen, Religiöse Kunst und Skulpturen stehen qualitativ hochwertige Werke auf dem Versteigerungsprogramm. Auch Sammler und Liebhaber von Porzellan-, Keramik-, Glas- und Silberobjekten sowie von Spielzeug, Schmuck, antiken Möbeln und Teppichen finden bei der Auktion wieder ein breites Warensortiment vor. Darüber hinaus kommen ca. 80 Positionen antiker Werkzeuge zum Aufruf.

Katalog: http://www.allgaeuer-auktionshaus.de/cgi-bin/auktion/katalog.pl?switch=searchform&auk_id=46094

pictures/words – all rights reserved: courtesy of http://www.allgaeuer-auktionshaus.de/
Beitragsbild: Max Wilhelm Arnold: Gemälde von 1934, Öl/Lwd, 105 x 144 cm, rücks. betit. “ Engelberg – Schweiz „, u.l. sign., rücks. ausgebesserte Partien, o.R. in der Auktion.

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