]Ludwig VON HOFMANN, Symbolismus, Auktion in München

Karl & Faber haben am 4. Mai auch ein Aquarell des 1861 in Darmstadt geborenen Malers Ludwig von Hofmann in ihrer Auktion „Old Master & 19th Century“. Das Blatt mit der Losnummer 263 (Katalog) ist betitelt mit „Symbolismus“. Von Hofmann’s Werke verbinden Elemente des Symbolismus mit dem Jugendstil, sind aber auch von anderen künstlerischen Bewegungen seiner Zeit vom Historismus bis zur Neuen Sachlichkeit beeinflusst. Er war Vorreiter der Bewegung Neues Weimar.

Ludwig Hofmann studierte ab 1883 an der Akademie der bildenden Künste in Dresden und wechselte später zu Ferdinand Keller an die Kunstakademie Karlsruhe. 1889 studierte er an der Académie Julian in Paris und stand unter dem Einfluss französischer Künstler wie Pierre Puvis de Chavannes und Paul-Albert Besnard.

Weiblicher Halbakt, um 1894

Träumerei, 1898, Öl auf Holz

Ab 1890 war Hofmann als freischaffender Künstler in Berlin tätig. Er gehörte dort zur „Gruppe der Elf“ (mit Max KlingerMax Liebermann u. a.). In der Zeit von 1894 bis 1900 war Hofmann viel auf Reisen und verbrachte den größten Teil seiner Zeit in Rom und in seiner Villa bei Fiesole. Zeit seines Lebens sollte die Rezeption der Antike und seine Vorstellung von einem Arkadien sein Werk entscheidend beeinflussen. Ab 1895 trug Hofmann zahlreiche Illustrationen zur einflussreichsten deutschen Zeitschrift des Jugendstils „Pan“ bei. Auf der Internationalen Kunstausstellung in Berlin 1896 erhielt er eine kleine Goldmedaille. Ab 1898 war er Mitglied der „Berliner Secession“. 1899 heiratete er Eleonore Kekulé von Stradonitz.

Lesesaal der Deutschen Bücherei

1903 wurde er als Professor an die Großherzogliche Kunstschule in Weimar berufen, wo er im Umkreis von Harry Graf Kessler und Henry van de Velde mit vielen Vertretern der künstlerischen und literarischen Avantgarde verkehrte und zu einem Vorreiter von Kesslers Bewegung „Neues Weimar“ wurde. Zu seinen Schülern in Weimar zählten Hans Arp und Ivo Hauptmann. Mit dessen Vater, dem Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann, verband ihn eine Freundschaft, die sich in einer umfangreichen Korrespondenz und einer gemeinsamen Griechenlandreise im Jahr 1907 niederschlug. Mit van de Velde arbeitete Hofmann in mehreren Bauprojekten zusammen.

Im Kriegsjahr 1916 wechselte Hofmann nach Dresden an die Kunstakademie, wo er als Nachfolger Hermann Prells für das Fach Monumentalmalerei bis 1931 Professor war. In diese Zeit fällt die Ausgestaltung des Lesesaals der Deutschen Bücherei in Leipzig (1919). Mit Marcus Behmer schuf er Illustrationen für bedeutende Werke der Dichtkunst, beispielsweise für die Odyssee-Übersetzung Leopold Zieglers oder das Hirtenlied von Gerhart Hauptmann.

In den 1920er und 1930er Jahren wurde es ruhiger um Hofmann. 1937 wurden einige Werke in Erfurt als „Entartete Kunst“ verfemt, andere wurden aber weiterhin in Deutschland ausgestellt. 1945 starb Hofmann in Pillnitz. Sein Grab befindet sich auf dem Kirchhof Maria am Wasser in Dresden-Hosterwitz. Ludwig von Hofmann war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[1]

 

Auktionsdatum: 
04.05.2018 11h00

Ort: 
Karl & Faber
Amiraplatz 3
80333 München
Deutschland

Ausstellung(en): 
18/04 & 19/04: 11h00-16h00

Informationen/Kontakt: wikipedia / www.karlundfaber.de/produkt/symbolismus

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