]Archiv Stötzer, GfZK Leipzig 8. März

Bewußtes Unvermögen – Das Archiv Gabriele Stötzer ab 8. März 2019 19 Uhr

Die Ausstellung zeigt die künstlerische Praxis Stötzers im Kontext der DDR in den 1980er Jahren. Die Künstlerin selbst hat umfangreiches dokumentarisches Material gesammelt, das ihre zumeist kollektive Praxis in Künstlerinnen-Gruppen oder mit Protagonist*innen einer Kulturszene, die sich in Abgrenzung zur offiziellen Kulturpolitik der DDR herausbildet, in den gesellschaftlichen Zusammenhang einbettet. In der GfZK ist für den Zeitraum von einem Jahr ein begehbares Archiv installiert.

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig / Museum of Contemporary Art Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig
Künstlerin: Gabriele Stötzer
Konzept: Vera Lauf
kuratiert von Vera Lauf und Luise Thieme

Foto (Beitragsbild): Gabriele Stötzer, Gesicht, 1983

Zum Tag der Deutschen Einheit 2013 erhielt sie aus der Hand von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In der Begründung zur Preisverleihung heißt es: „Gabriele Stötzer macht als Schriftstellerin und Künstlerin mit ihrem Werk eindringlich erfahrbar, was staatliche Unterdrückung, Bespitzelung und Gewalt für den Einzelnen bedeuten. Wegen ihres Protests gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann kam sie 1976 in die Haftanstalt Hoheneck. Trotz schwerer Repressalien beugte sie sich nicht dem SED-Regime. Am 4. Dezember 1989 gehörte sie zu den Ersten in der DDR, die die Besetzung einer Stasi-Verwaltung angestoßen und organisiert haben. Nach dem Fall der Mauer war sie Mitglied im Erfurter Bürgerkomitee zur Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und in der Erfurter Gruppe Frauen für Veränderung. Bis heute berichtet Gabriele Stötzer immer wieder als Zeitzeugin über das SED-Unrecht.“

Vom 13. Dezember 2008 bis zum 8. Februar 2009 nahm sie an der Ausstellung re.act.feminism, performancekunst der 1960er & 70er jahre heute in der Akademie der Künste Berlin teil, vom 29. November 2013 bis 5. Januar 2014 gab es eine Einzelausstellung Gabriele Stötzer – Schwingungskurve Leben im Schiller-Museum Weimarund vom 13. Dezember 2013 bis 2. Februar 2014 eine Ausstellung Zwischen Ausstieg und Aktion in der Kunsthalle Erfurt, für die sie auch Kuratorin war.

2014 war Gabriele Stötzer die 49. Stipendiatin der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.

Ihre Präsentationen im öffentlichen Raum sind aktuell wie nie zuvor: Kunsthalle Zürichre.act.feminism, AdK, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (Cottbus), Gropius Bau, auf der KUNST/MITTE 2018, „medea muckt auf“ (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, 2018/19) und im Haus der Berliner Festspiele ab 9.3. „Palast der Republik“ – Kunst, Diskurs und Parlament.

 

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