]Neue Publikation zu Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken, „Beschützer der Künste“ und Sammler in Paris

Christian IV., Herzog von Zweibrücken (1722-1775): Ein frankophiler deutscher Prinz, „Beschützer der Künste“ und Sammler in Paris – von Patrick Michel.
(aus: Bulletin des Forschungszentrums des Schlosses von Versailles
Court Gesellschaften in Europa XVI e -XIX ten Jahrhundert – Europäische Gerichtshof Gesellschaften, 16. bis 19. Jahrhundert)

Im 18. Jahrhundert verbrachten viele Deutsche ihre Zeit in Frankreich oder ließen sich dort nieder. Im Mittelpunkt dieser Diaspora steht der Herzog von Zweibrücken, Christian IV. (1722-1775). Dies ist eine der bedeutendsten, aber am wenigsten bekannten Episoden des deutsch-französischen Kulturaustauschs im 18. Jahrhundert. In diesem Essay liegt der Schwerpunkt auf dem Studium seiner Beziehungen zum intellektuellen Milieu, den Pariser Künstlern und seiner Tätigkeit als Sammler – sowie hauptsächlich auf seinen Aufträgen. In Bezug auf den Pariser Markt wird seine Rolle als Vermittler in der Pariser Kunstszene betrachtet. Während seiner Aufenthalte in der Hauptstadt war der Herzog von Zweibrücken in engem Kontakt mit den wichtigsten Akteuren des kulturellen und künstlerischen Lebens. Das Hotel von Deux-Ponts wurde zu einem Mekka der Pariser Geselligkeit. Der Herzog empfing Schauspielerinnen wie Sophie Arnould und Mademoiselle Clairon, Maler wie Carle Vanloo und François Boucher, Schriftsteller wie Diderot oder die Publizistin und Literaturkritikerin Élie Fréron (1718-1776), Gründerin von L’Année littéraire, eine Zeitung, die dem Herzog von Deux-Ponts als Plattform für deutsche Künstler diente, oder sogar François-André Danican und Philidor, französischer Komponist und berühmter Schachspieler (1727-1797). Das Haus wurde dominiert von bedeutenden Mitgliedern der deutschen Diaspora, wahren Vermittlern zwischen den beiden Kulturen, wie Frédéric Melchior Grimm, dem Herausgeber des Correspondance littéraire, und dem Graveur Johann Georg Wille (1715-1808), einem bedeutenden Spieler im interkulturellen Austausch. Der Herzog von Deux-Ponts war auch ein sehr aktiver Sammler auf dem Pariser Markt, damals einer der wichtigsten Orte in Europa für den Kunsthandel. Zu seinen dokumentierten Akquisitionen auf diesem Markt zählen sowohl Werke Alter Meister als auch moderne Maler. Allein im Laufe des Jahres 1760 erwarb er in Paris dreißig Gemälde, fast alle von niederländischen Malern, die damals von Sammlern aus ganz Europa am meisten geschätzt wurden, für etwa 5.000 Gulden. Er besuchte vor allem die Pariser Geschäfte und Augustin François Joullain Menageot. Durch ihn hat er im Jahre 1761 ein Gemälde von Paul Potter, einem niederländischen Künstler, deren Werke hoch im Kurs standen, erworben. Der Händler, mit dem er die engsten Beziehungen unterhielt, ist Pierre Rémy, ein berühmter Experte und Organisator der prestigeträchtigsten öffentlichen Verkäufe. Rémy sendete ihm regelmäßig Kataloge über kommende Verkäufe.

Lesen Sie hier weiterPatrick Michel, « Christian IV, duc des Deux-Ponts (1722-1775) », Bulletin du Centre de recherche du château de Versailles [En ligne],  | 2016, mis en ligne le 04 mars 2019, consulté le 06 mars 2019. URL : http://journals.openedition.org/crcv/16148

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Bild: © RMN-Grand Palais (Château de Versailles) / Gérard Blot

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